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Sonstige Fragen

Weitere interessante Fragen werden hier beantwortet.

Was passiert bei Verlust eines einem
Asylbewerber ausgestellten Dokumentes?

Es ist eine persönliche Vorsprache beim Fachdienst Ausländerrecht notwendig. Die Einzelheiten, die zum Verlust führten und die Daten des in Verlust geratenen Dokumentes werden aufgenommen.

Sie erhalten dann eine Bescheinigung über den Verlust eines Ausweisdokumentes. Sollte das Dokument nicht binnen vier Wochen wieder aufgefunden werden, wird der Fachdienst Ausländerrecht ein neues Dokument ausstellen.

Haben Flüchtlinge auch Pflichten?

Ja. In Artikel 2 der Genfer Flüchtlingskonvention heißt es: 

Allgemeine Verpflichtungen
Jeder Flüchtling hat gegenüber dem Land, in dem er sich befindet, Pflichten, zu denen insbesondere der Verpflichtung gehört, die Gesetze und sonstigen Rechtsvorschriften sowie die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung getroffenen Maßnahmen zu beachten.

Können Asylbewerber vergünstigt den
Öffentlichen Personennahverkehr nutzen?

Ja. Mit dem Mobilitätsticket besteht für Asylbewerber, wie für jeden anderen Sozialleistungsempfänger auch, die Möglichkeit kostengünstige VBB-Tickets zu erhalten. Tarifinformationen erhalten Sie hier und bei Frau Lautensack unter 03301 601 656.

Besteht eine erhöhte Gesundheitsgefährdung
der Bevölkerung durch Asylbewerber?

In der zentralen Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt beziehungsweise deren Außenstellen werden alle Asylbewerber ärztlich untersucht, bevor sie auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt werden. Neben der ärztlichen körperlichen Untersuchung erfolgt eine Röntgenaufnahme der Lunge oder eine Blutentnahme, um Infektionskrankheiten, insbesondere die Lungentuberkulose auszuschließen. Bei auffälligen Befunden erfolgt zuerst eine weitere Abklärung beziehungsweise Therapie in der Erstaufnahmestelle, erst danach erfolgt die Zuweisung der Asylsuchenden auf die Landkreise und kreisfreien Städte.

Die Asylsuchenden können an den gleichen Infektionskrankheiten, zum Beispiel an einem "grippalen Infekt", oder Magen-Darm-Infekten leiden wie die einheimische Bevölkerung. Die allgemein bekannten Hygienemaßnahmen – hygienisches Händewaschen – sollten beachtet werden. Bedingt durch die oftmals sehr schlechten hygienischen Bedingungen während der Flucht können parasitäre Erkrankungen auftreten, die jedoch meist nur in den Gemeinschaftsunterkünften eine Bedeutung haben.

Nicht alle Asylsuchenden sind gegen Infektionskrankheiten geimpft, bei denen durch eine Impfung ein Schutz möglich wäre, zum Beispiel die "Kinderkrankheiten" Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten. Deshalb wird – auch unter Beachtung des Anstiegs von Masernerkrankungen in der einheimischen Bevölkerung – auf die seit vielen Jahren geltenden allgemein öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) hingewiesen. Die Kosten für diese öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen voll übernommen.