Hilfsnavigation

Logo Landkreis Oberhavel - direkt drüber
Die Weltkarte

Aktuelle Meldungen der Bildungskoordinatoren

Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig aktuelle Meldungen der Bildungskoordinatoren des Landkreises Oberhavel.

Newsletter Bildung und Integration 01/2019 erschienen

Die Newsletterausgabe kann hier heruntergeladen werden.

Zuwendungen zur Förderung der sozialen Beratung und Betreuung von Geflüchteten

Der Landkreis gewährt entsprechend der Richtlinie vom 15.07.2015 Zuwendungen zur Förderung der sozialen Beratung und Betreuung von Geflüchteten. Zum Gegenstand der Förderung gehören u. a. Willkommens- und Austausch-veranstaltungen, Informationsangebote, Orientierungshilfen, betreuende und begleitende Angebote.

Zuwendungsempfänger sind die dem Landkreis Oberhavel angehörenden amtsfreien Städte und Gemeinde sowie das Amt Gransee und Gemeinden. Die im Landkreis Oberhavel tätige gemeinnützige, rechtsfähige Vereine, Verbände und Gesellschaften, gGmbHs, Stiftungen, Initiativen oder Einzelpersonen (hier vornehmlich Ehrenamtsinhaber) können als Letztempfänger ihre Zuwendungsanträge an die zuständigen Stadtverwaltungen, Gemeinden bzw. das Amt Gransee und Gemeinden richten.

Gegenstand der Förderung können insbesondere nachfolgende Maßnahmen / Veranstaltungen / Angebote sein:

  • Willkommens-, Begegnungs- und Austauschveranstaltungen
  • beratende sowie Informationsangebote
  • Bereitstellung von Orientierungshilfen
  • betreuende und begleitende Angebote, insbesondere für die betreffenden Kinder (beispielsweise Hausaufgabenhilfen, Begleitungen im öffentlichen Personennahverkehr)
  • Angebote zur Überwindung sprachlicher Barrieren
  • Stärkung der Selbsthilfe
  • Maßnahmen zur Gewinnung, Einbeziehung und Unterstützung in diesem Bereich ehrenamtlich tätiger Personen

Expertentreffen zu Herausforderungen bei Sprachkursen für Neuzugewanderte

Am 16. Januar 2019 fand in Oranienburg das 6. Fachnetzwerktreffen zum Thema Sprache statt.

Am Austausch zu Sprach- und Integrationskursen für Neuzugewanderte beteiligten sich Vertreter von Bildungsträgern, der Integrationsberatung, des Jugendamtes, des Jobcenters Oberhavel sowie einer Willkommensinitiative. Im Mittelpunkt des Netzwerktreffens standen die aktuellen Herausforderungen bei der Durchführung von Sprach- und Integrationskursen im Landkreis Oberhavel. Zu solchen zählen zum Beispiel die fehlenden Angebote für beschäftigte Geflüchtete. In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Möglichkeiten der Ansetzung von Abendkursen.

Die Option einer engeren Zusammenarbeit mit Arbeitgebern kam ebenfalls zur Sprache. Eine wichtige Herausforderung besteht in den oftmals mangelhaften Sprachkenntnissen von Jugendlichen. Hingewiesen wurde unter anderem auf die Notwendigkeit der weiteren Förderangebote für diese Zielgruppe. Auf der Agenda der Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen zudem die Problematik der großen Entfernungen zwischen den Unterkünften und den Bildungseinrichtungen sowie die auftretenden Probleme bei der Kinderbetreuung.

Der Migrationspsychologe des Landkreises, Dr. Said Ibaidi, machte in seinem Vortrag auf die oft zu beobachtenden psychischen Beeinträchtigungen bei den Neuzugewanderten aufmerksam. Die Menschen seien in vielen Fällen traumatisiert und müssten parallel zu den Integrationsmaßnahmen psychologisch aufgebaut werden. 

Fachnetzwerktreffen Sprache am 16. Januar 2019.

© Landkreis Oberhavel/Juri Galperin

Tatjana Stuchly (Stadt Hennigsdorf) berichtete den Anwesenden über das erst vor einigen Wochen gestartete Projekt "Vielfalt als Chance". Das durch das Landesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt hat sich als Ziel die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten gesetzt. Im Rahmen des Projektes sollen in den kommenden drei Jahren die an der Arbeitsmarktintegration beteiligten Institutionen, Beratungseinrichtungen und Behörden vernetzt werden. Vorhandene und geplante arbeitsmarktpolitische Angebote in Hennigsdorf, Velten und Oberkrämer sollen transparenter gemacht werden. Auf diese Weise sollen Menschen mit Fluchterfahrung schneller in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden beziehungsweise einen Praktikums- oder einen Ausbildungsplatz bekommen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der individuellen Unterstützung und Begleitung von Geflüchteten, welche in dem genannten Einzugsgebiet leben. Auf diese Weise sollen ihre Beschäftigungsaussichten verbessert werden. 

Marina Meyer beschrieb in ihrem Vortrag den Prozess der Interkulturellen Öffnung des Jobcenters Oberhavel. Die mit dem Prozess eingehenden Schulungen und Trainingsmaßnahmen zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiter*innen des Jobcenters bezwecken einen gleichberechtigten und ungehinderten Zugang der Neuzugewanderten zu den Dienstleistungen des Jobcenters.

Das im Jahr 2017 gegründete Netzwerk agiert im Rahmen der Integrationsstrategie des Landkreises Oberhavel und wird von den Kommunalen Bildungskoordinatoren begleitet.