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Information & Bildung

"Früh übt sich" - ein Sprichwort, das zu vielen Bereichen des Lebens passt - auch zum Klimaschutz. Dabei geht es nicht nur darum, Energiesparen zu erlernen, sondern vielmehr darum, Kinder frühzeitig für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren. Die Kinder von heute sind die Akteure und Entscheider von morgen. Klimaschutz soll in Zukunft selbstverständlich sein. Ein afrikanisches Sprichwort bringt es auf den Punkt: "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Antlitz dieser Welt verändern."

Seit mehr als 15 Jahren - "Grüne Meilen" für das Weltklima

Schon seit 2002 sammeln Kindergarten- und Schulkinder "Grüne Meilen" für das Weltklima! Im Rahmen der Kampagne legen Kindergarten- und Schulkinder ihre Alltagswege bewusst klimafreundlich zurück. Alle Wege, die die Kinder zu Fuß, mit dem Fahrrad, den Inlinern oder öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn zurücklegen, entlasten unsere Umwelt. Deshalb zählen sie als "Grüne Meilen" für das Weltklima.

Die "Grünen Meilen" aller Kinder in Europa werden zusammengezählt und am Ende des Jahres den Teilnehmern der UN-Klimakonferenz übergeben. Die Kleinen zeigen den Großen, dass sie handeln, statt zu verhandeln: Sie setzen den Klimaschutz konkret und praktisch in ihrer Lebenswelt um.

Die Module der Kampagne liefern konkrete Ideen und Aktivitäten für Kindergarten- und Grundschulkinder zu klimafreundlicher Mobilität. Sie beschäftigen sich spielerisch mit den Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Mobilität sowie regionale Lebensmittel und Energiesparen. Die Kinder machen sich Gedanken zu Vor- und Nachteilen verschiedener Verkehrsmittel, erfragen als Reporter auf dem Wochenmarkt die Herkunft der Lebensmittel oder entdecken als Suppenköche die Gemüse regionaler Küche, als Energiedetektive sind sie den Stromfressern ihrer Einrichtung auf der Spur und erkunden als Verkehrsdetektive die Problemstellungen ihrer Alltagswege.

Rund zwei Millionen Kinder aus 35 Ländern haben in den vergangenen 16 Jahren mehr als 25 Millionen "Grüne Meilen" gesammelt. Selbst in Zeiten der Corona Pandemie, haben sich viele Gruppen entschieden weiterhin mit ihren Wegen, die sie zu Fuß, auf Roller und Rad, mit Bus oder Bahn zurücklegen, Grüne Meilen für den Klimaschutz zu sammeln! Diese wird das Klima-Bündnis zusammen mit den Wünschen und Ideen der Kinder dann auf der nächsten UN-Klimakonferenz im November 2021 präsentieren.

Auch 2021 zeigen die Kleinen also mal wieder den Großen wie’s geht: Nicht lange argumentieren, sondern einfach loslegen und weiterhin mit viel Elan all das tun, was täglich ganz leicht zum Schutz unseres Klimas beitragen kann!

"Kleine Klimaschützer unterwegs" ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses.

Genaue Informationen finden Sie hier.

Quelle: Climate Alliance of European Cities with Indigenous Rainforest Peoples/Alianza del Clima e. V.

fUNI - das städteübergreifende Herbstferienprojekt für Kinder von 8 bis 14 Jahren!

In diesem Jahr findet die fUNI (zusammengesetzt ursprünglich aus Ferien-Uni, aber auch das Wort „Fun“ steckt drin) vom 11. bis 15. Oktober 2021 in den 3 Städten Hennigsdorf, Hohen Neuendorf und Oranienburg statt. Hinter der fUNI stehen Umwelt und Ökologie als Hauptthema.

Das diesjährige Motto „von Schauspielern und Spaßbildung" wurde gewählt, da den Veranstaltern Spiel, Spaß und Miteinander besonders wichtig sind. Eine Anmeldung zu den Workshops ist noch bis zum 10. Septemer möglich.

Von der Lösung kniffliger Rätsel um sich aus dem Escape-Room zu befreien bis hin zum lehrreichen Upcycling inklusive Modenschau lädt das Team der fUNI alle Kinder zum Mitmachen ein.

Es stehen zahlreiche Workshops für einen Teilnahmebetrag von 3 Euro pro Workshoptag zur Verfügung. Nähere Informationen findet Ihr hier.

Innovationsförderpreis des Landkreises Oberhavel

Seit 2013 lobt der Landkreis Oberhavel in Zusammenarbeit mit dem Mittelstandsverband Oberhavel e. V. alle zwei Jahre den Innovationsförderpreis aus. Der Förderpreis soll Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene animieren, sich mit naturwissenschaftlichen oder technischen Fragestellungen zu beschäftigen und daraus innovative Ideen zu entwickeln, die dann in der Praxis umgesetzt werden.

Bisherige Preisträger des Innovationsförderpreises

Jahr

Preisträger

Thema

2017

Julia Nerusch, Patrick Huth und Alexander Meyer, Alexander S. Puschkin Gymnasium, Hennigsdorf

Herstellung eines biologischen Waschmittels aus Efeuextrakt

2015

Erik Sonntag und Jan-Luca Dauwe, Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums, Velten

Experimenteller Nachweis des Einflusses der Schwerkraft auf die Diffusion und die Ermittlung einer Diffusionskonstante

 

Astrid Salomon und Juliana Pehns, Mosaik-Gymnasium, Oranienburg

Effiziente Energiegewinnung in Tunneln

2013

Werner-von-Siemens-Oberschule, Gransee

MIT erneuerbaren Energien GESTALTEN

Im Jahr 2019 gingen vier spannende Bewerbungen junger Tüftler bei der Jury des Innovationsförderpreises Oberhavel ein. Am Wettbewerb haben sich zwei Einzelbewerber und zwei Teams aus dem Landkreis beteiligt. 

Eric Dubs aus Oranienburg bewarb sich mit seiner Veranstaltungs-Organisations-App "pered", mit der er bereits beim Wettbewerb der Wirtschaftsjunioren „Schule der Löwen“ den zweiten Platz belegt hatte. Im Gegensatz zu konkurrierenden Applikationen bietet die App das Planen und Organisieren von Veranstaltungen auf einer neuen Ebene an.

Der zweite Einzelbewerber, Rungeschüler Niklas Mohrin aus Grüneberg, setzte sich mit der Visualisierung des Franck-Hertz-Versuches auseinander. Er entwickelte ein Programm zur grafischen Darstellung des Experimentes mit veränderlichen Variablen. Der Franck-Hertz-Versuch trug seinerzeit zur Fortentwicklung der Quantenmechanik bei. Mit dem entwickelten Programm können Schülerinnenund Schüler das Experiment selbst durchführen, erleben und verstehen.

Der RoboterTechnikClub (RTC) Gransee vom Strittmatter-Gymnasium sowie die evolution bots – eine Arbeitsgemeinschaft der Siemensschule Gransee und der Begabtenförderung des Landkreises Oberhavel – bewarben sich mit von ihnen entwickelten Robotern. Das RTC-Team hat den autonomen Roboter „CIMON-Alexa auf Rädern“ mit Sprachkommunikation und Bilderkennung entwickelt, der über angelernte Sprachbefehle kommuniziert. Er kann per Kamera die Umgebung analysieren und erkennt die Position der zu unterstützenden Person. Er gibt über eine TextToSpech-Anwendung Antworten und zeigt ein Feedback über ein Display. Mit dem Roboter nahm das Team auch am diesjährigen RoboCup teil und hat sich aktuell mit einem 2. Platz im Bundeswettbewerb erfolgreich für die Europameisterschaft in Hannover qualifiziert.

Mit ihrem Modell „Dobby – the house ELF (Evolutionary Life Facilitator)“ nahm das Team evolution bots bereits 2018 ebenfalls erfolgreich an der Europameisterschaft in Italien teil und belegte dort den zweiten Platz. "Dobby" ist ein Hausroboter, der in verschiedenen Situationen dem Bewohner Hilfe bietet und ihn unterstützt. Die Kommunikation erfolgt dabei über eine Spracheingabe. Der Roboter kann seine Umgebung per Kamera erfassen und sich somit in einem normalen Haushalt bewegen und auf Hindernisse reagieren.

Die Jury hat sich für den RTC Gransee des Strittmatter-Gymnasiums entschieden. Die Schüler Jona Domke, Philipe Herkt, Lucas Blank, Marc Lüdke und Shawn Wolff haben mit ihrem Roboter den Innovationspreis Oberhavel am 08.11.2019 feierlich überreicht bekommen. Die Auszeichnung - die mit 4.000 Euro dotiert ist - wurde im Rahmen der Gedenkveranstaltung des Landkreises anlässlich des 30-jährigen Mauerfall-Jubiläums übergeben.

Innovationsförderpreis 2019

© WInTO GmbH

 

Der Energiesparkoffer der Stadtwerke Oranienburg

Die Stadtwerke Oranienburg sehen sich nicht nur als Energieversorger der Region. Sie haben auch erkannt, dass Energieeffizienz ein Schlüsselthema ist und die Sensibilisierung für das Thema frühzeitig verankert werden muss. Die Stadtwerke bieten in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement des Regionalen Wachstumskern Oranienburg – Hennigsdorf – Velten kostenlos einen Energiesparkoffer an – den ESave Ready-to-go. Dieser soll spielerisch an das Thema Energie heranführen.

Der Koffer enthält verschiedenste Geräte, mit denen der Energieverbrauch und die Lichtstärke gemessen werden können. Je nach Themenstellung können die Verbrauchsdaten eines Gebäudes gemessen und daraus Verbesserungs- und Einsparpotenziale ermittelt werden. Arbeitshefte mit konkreten Aufgaben und erläuternde Hefte für Lehrer erleichtern den Umgang mit dem Koffer. Das Klimaschutzmanagement des RWK O-H-V hilft gerne bei Fragen zur Umsetzung von Experimenten.

Das Angebot der Stadtwerke steht Schulen, Projektgruppen oder auch Vereinen in Oranienburg und seinen Ortsteilen kostenlos zur Verfügung. Geeignet ist der Energiesparkoffer für Klassen der Grundschule bis zur Sekundarstufe II.

Bei Interesse am Energiesparkoffer setzen Sie sich bitte direkt mit den Stadtwerken Oranienburg unter der Telefonnummer 03301 608-641 in Verbindung.

ESave Energiesparkoffer
ESave Koffer

© Stadtwerke Oranienburg GmbH

Besuch im Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Oranienburg GmbH

Für uns ist es selbstverständlich, dass die Heizkörper warm sind. Doch wo kommt diese Wärme her?

Diese Frage beantwortet man am besten am Ort des Geschehens im Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Oranienburg.

Im Blockheizkraftwerk wird Wärme umweltfreundlich durch Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Denn die gemeinsame Erzeugung von Wärme und Strom in Heizkraftwerken gehört mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent zu den thermodynamisch wirkungsvollsten Prozessen überhaupt.

Teilnehmer: mindestens 5 Personen/höchstens 14 Personen inklusive einer Betreuungsperson.

Dauer: 45 bis 60 Minuten.

Ort der Führung: Klagenfurter Straße 41, 16515 Oranienburg.

Anmeldung bei den Stadtwerken Oranienburg unter 03301 608-641.

Besuch im Blockheizkraftwerk

© Stadtwerke Oranienburg GmbH

Besuch im Wasserwerk Sachsenhausen

Für uns ist es selbstverständlich, dass frisches Trinkwasser aus dem Wasserhahn sprudelt. Doch wo kommt dieses Wasser her?

Diese Frage beantwortet man am besten am Ort des Geschehens im Wasserwerk Sachsenhausen.

Das Ziel ist es, die Schüler altersgerecht zu informieren und sie zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit unserem wichtigsten Lebensmittel zu sensibilisieren.

Teilnehmer: mindestens 5 Personen/höchstens 20 Personen inklusive einer Betreuungsperson.

Dauer: 45 bis 60 Minuten.

Ort der Führung: Carl-Gustav-Hempel-Straße 1, 16515 Oranienburg.

Anmeldung bei den Stadtwerken Oranienburg unter 03301 608-641.

Besuch im Wasserwerk Sachsenhausen.

© Stadtwerke Oranienburg GmbH

Das Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern in der "Energie-Kommune" Neustrelitz

Das Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) ist ein Kompetenzzentrum sowie ein Erlebnis- und Bildungsstandort rund um das Thema erneuerbare Energien. Es ist ein Projekt der Stadtwerke Neustrelitz, das mit Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern und weiterer Partner realisiert wurde.

Schülerinnen und Schüler, Kinder und Familien können in den aktuellen Wechsel‑ und Mitmachausstellungen experimentieren, stauen und mitmachen oder auf der "XXL Carrera Bahn" kräftig in die Pedalen treten und selbst Energie erzeugen. Verstehen, Spiel und Spaß stehen hierbei im Vordergrund.

Einzigartig ist die Ausstellung “Ressourcenkammer Erde“. Dabei werden die Besucher auf eine spannende Expedition geschickt, die beim Müritz-Ötzi in der Jungsteinzeit beginnt und von den Energieträgern Sonne, Wind, Erdwärme, Wasser, Wald und Biomasse eindrucksvoll begleitet wird.

Seit April 2021 gibt es gleich drei Sonderausstellungen im Leea zu bewundern. Bei dem Umweltbildungsprojekt "pla pla! plankton und plastik" handelt es sich um einen Wal aus Holz und Plastikmüll - eine begehbare Installation, in der ihr euch über die Folgen von menschengemachten Verunreinigungen des Wassers informieren könnt. Als zweite Sonderausstellung kann eine beeindruckende Fotoausstellung zum Reaktorunglück in Tschernobyl in Augenschein genommen werden. Anlässlich des 20. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl, hat die Bürgerinitiative Staufen im Jahr 2006 eine Fotoausstellung entworfen, die eindrucksvoll zeigt, wie es in den verstrahlten Gebieten um den Reaktor aussieht. Die dritte Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema "Zukunft - warum erneubar?". Auf unterhaltsame wie lerreiche und vor allem leicht verdauliche Art wird den brennenden Fragen des Klimawandels nachgegangen.

Speziell für Schüler- und Kindergruppen wurde das "EnergieLab" eingerichtet. Die Kinder und Jugendlichen können in einem 120 qm großen Workshop-Raum eigene Experimente durchführen. Alle Experimente haben einen konkreten Alltagsbezug, um die Auseinandersetzung mit regenerativen Energien besonders nachvollziehbar zu machen. Themenschwerpunkt im “Statt-Retter-Wind“-Workshop ist die Windenergie. Die Schüler versorgen eine fiktive Stadt mit regenerativer Energie. Sie bauen aus verschiedensten Materialien ein Windrad und entdecken die technischen Prozesse dieser Art der Energiegewinnung. Das Programm richtet sich an Schüler der 3. und 4. Klasse (Grundschulen) sowie der 7. und 8. Klasse (alle Schulformen).

Das Bildungsangebot steht übrigens allen Interessierten zur Verfügung. Für das Schülerprogramm "Stadt-Retter-Wind" im EnergieLab sowie für den Besuch der Ausstellung von Schulklassen ist eine Anmeldung erforderlich.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag: 11.00–17.00 Uhr, Montag und Dienstag nach vorheriger Absprache. In den Ferien von Mecklenburg-Vorpommern ist das Leea jeden Tag geöffnet.

Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern GmbH
Am Kiefernwald 1
17235 Neustrelitz
Tel: 03981 4490-101
Fax: 03981 4490-199
E-Mail: info@leea-mv.de

Besuch im Biomasse-Heizkraftwerk Hennigsdorf

Die Stadtwerke Hennigsdorf bieten Schulklassen sowie anderen interessierten Gruppen regelmäßig Führungen durch das Biomasse-Heizkraftwerk Hennigsdorf an. Schüler ab Klasse 4 können so vor Ort erfahren, wie aus Holzhackschnitzeln klimaschonend Wärme und Strom erzeugt wird. Vor der Führung durch die Kraftwerksanlage findet eine altersgerecht konzipierte, theoretische Einführung in das Thema erneuerbare Energien statt. Die Teilnehmeranzahl für eine Führung ist auf 13 Personen begrenzt. In Ausnahmefällen können größere Gruppen von (max. 26 Personen) in zwei Gruppen aufgeteilt werden.

Schüler testen die LKW-Waage des Kraftwerks

© SWH GmbH

Dauer (abhängig von der Teilnehmerzahl): 60 bis 120 Minuten.

Ort der Führung: Horst-Müller-Straße 17, 16761 Hennigsdorf.

Um Anmeldung bei den Stadtwerken Hennigsdorf zu diesem kostenlosen Angebot unter 03302/5440 - 0 oder info@swh-online.de wird gebeten. Den Kontakt möglichst sechs bis acht Wochen im Voraus herstellen.

Nähere Informationen finden Sie unter https://www.swh-online.de/themen/information-bildung


SWH GmbH

© SWH GmbH

Landkreis Oberhavel wird Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen des Landes Brandenburg

Der Kreistag hat am 25.09.2019 den Beitritt des Landkreises Oberhavel zur Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen des Landes Brandenburg (AGFK BB) beschlossen.

Die AGFK BB ist eine „Kommunale Arbeitsgemeinschaft“ im Sinne § 4 des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit im Land Brandenburg.

Das Ziel der Mitgliedskommunen der AGFK BB ist es, durch ihre gemeinsame Zusammenarbeit den Radverkehr im Land Brandenburg zu fördern. Dies schließt sowohl den Alltags- und Freizeit- als auch den touristischen Radverkehr ein. Die AGFK BB wird die Landesregierung bei ihrem Ziel unterstützen, das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel zu etablieren und den Radverkehrsanteil am gesamten Verkehrsaufkommen zu erhöhen. Weiterhin soll die Sicherheit im Radverkehr gesteigert werden. Die AGFK BB soll als landesweiter zentraler Ansprechpartner für die Städte, Gemeinden und Landkreise im Land Brandenburg dienen.

Neben der Stadt Oranienburg, die zu den 13 Gründungsmitgliedern zählt, sind auch die Stadt Hohen Neuendorf sowie die Stadt Hennigsdorf Mitglieder in der AGFK BB.

Energieeffizienzpreis des Landes Brandenburg 2019 verliehen!

Das Land Brandenburg hat sich mit der Energiestrategie 2030 ehrgeizige Ziele gesetzt. Dabei spielt die Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen und Kommunen eine zentrale Rolle. Das Ministerium für Wirtschaft und Energie lobte nun zum vierten Mal den "Energieeffizienzpreis" des Landes Brandenburg aus. Ausgezeichnet wurden Projekte, die sich durch besonders hohe Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auszeichnen. Vergeben wurde je ein Preis in den Kategorien Unternehmen und Kommunen sowie ein Sonderpreis.

Minister Steinbach hat im Rahmen des 21. Brandenburger Energietages in Cottbus die Preiseverliehen. Der Unternehmenspreis geht an die Swiss Krono GmbH, Bestandteil der weltweit agierenden Swiss Krono Group. An zehn Standorten in acht Ländern fertigt der Schweizer Konzern Holzwerkstoffe. Die Swiss Krono GmbH fertigt am Standort Heiligengrabe mit rund 850 Mitarbeitern Faserplatten, Grobspanplatten (sogenannte OSB-Platten) und Laminat. Ausgezeichnet wird die Firma für das innovative Konzept zur Abwärmenutzung eines Biomasseheizkraftwerkes für die OSB-Trocknung in Heiligengrabe. Das System ermöglicht, Niedertemperatur-Abwärme aus dem Biomassekraftwerk, die ansonsten nicht nutzbar wäre, in Verbindung mit einer Kraft-Wärme-Kopplungs­anlage soweit aufzuwerten, dass sie als Prozesswärme zur Trocknung verwendet werden kann.

Der Sonderpreis geht an die Stadtwerke Neuruppin GmbH. Ausgezeichnet wird das Unternehmen für das sektorenübergreifende und CO2-neutrale Wohngebiet „WoMeNa“ Neuruppin. Im Fokus stehen Nachhaltigkeit und eine Symbiose aus Wohnen, Mensch und Natur. In der energetischen Umsetzung des Projektes werden die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität als Ganzheit betrachtet. So werden alle Mieter mit Strom aus dezentralen Photovoltaikdachanlagen einschließlich Stromspeicher im Rahmen eines Mieterstrommodells versorgt. Das Herzstück des Projekts ist die Vernetzung der Gebäude, denn im Gebäudeverbund wird die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz des Gesamtsystems ausgebildet. 

Der Kommunenpreis geht an die Gemeinde Niederer Fläming, vertreten durch das Amt Dahme/Mark. In der Gemeinde Niederer Fläming entstand vor zwei Jahren am Standort der Grundschule in Werbig ein „Campus der Generationen“. Es wurden unter anderem eine Photovoltaik-Anlage installiert, die Heizungsanlage erneuert und ein Heizungspufferspeicher eingebaut. Dadurch wird ein energetischer Wert erreicht, der die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) deutlich übertrifft. Durch die Entwicklung des „Campus der Generationen“ konnte sowohl der Standort als Grundschule erhalten als auch das darin angegliederte Gemeindezentrum mit Kindertagesstätte, Verwaltung und medizinischen Einrichtungen erweitert werden. Das Projekt ist Vorbild für andere Gemeinden in Brandenburg. Durch die Investitionen werden jährlich mehr als 16.000 Euro eingespart.